Schillerlocke & Co.

 

 

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Schillerlocke & Co auf gedeckten Tischen

 

Der Hai als Speisefisch

 

Das Fleisch des Hais findet oft Verwendung in verschiedenen Küchen der Welt. Rohes Haifleisch riecht nach Hund, gebratenes hingegen mehr nach Ammoniak.

 

Besonders häufig kommt der Hai in der asiatischen Küche vor, leider immer öfter

wird er aber auch im europäischen Raum angeboten.

 

(Schillerlocke) Bauchlappen vom Dornhai

 

In Asien wird gerne die Haifischflosse verarbeitet: zu Haifischflossensuppe, in China wird er auch als Ganzes verarbeitet. Aber auch in anderen Ländern gilt der Hai als Nahrungsmittel: Die Inuit in Grönland trocknen das Fleisch des Grönlandhais oder fermentieren es zur regionalen Delikatesse "tipnuk". In Island wird Grönlandhai ebenfalls durch Fermentation genießbar gemacht, das Gericht heißt dort Hákarl.

 

Spezielle und hinsichtlich der Küche wertvolle Haie werden unter anderen Namen verkauft. Die Industrie vermarktet den Fisch vorsichtig, dennoch wird er oftmals unbewusst konsumiert.

 

Die untenstehende Tabelle zeigt einige Beispiele dieser Namensgebung.

Handelsname Bedeutung

 

 

 

  • Greyfish Grauhai
  • Hammerhai Japanische Spezialität
  • Rocksalmon Katzenhai aus Irland
  • Saumonette Katzenhai aus Frankreich
  • Seeaal Dornhai in Gelee
  • Schillerlocke geräucherter Dornhai
  • Schwertfisch Steak in den USA, Hammerhai in Japan

 

 

Mit Überfischung bezeichnet man die übermäßige Dezimierung des Fischbestandes in einem Gewässer durch Fischfang. Überfischung liegt vor, wenn in einem Gewässer dauerhaft mehr Fische gefangen werden, als durch natürliche Vermehrung nachwachsen oder zuwandern.

 

Merkmale der Überfischung ist, vor allen anderen menschlichen Eingriffen in marine Ökosysteme, die wichtigste Ursache für den derzeit zu beobachtenden massiven Rückgang der Bestände vieler Arten (Spezies) in den Meeres- und Küstenökosystemen.

 

Haie sind giftig, wenn man sie isst.

 

In den Flossen der Haie hat sich Methylquecksilber abgelagert, das Krankheiten vom Kopfschmerz bis hin zur Unfruchtbarkeit verursachen kann. Nähere Informationen auch unter www.Sharkproject.org

 

Auch die moderne westliche Zivilisation schreibt den Haiknorpeln beinahe magische Kräfte zu und trägt mit diesem Unsinn zur Ausrottung ganzer Haifamilien bei. (Die sogenannte Schillerlocke entstammt dem Bauchlappen des Dornhais. Leider ist auch der Dornhai durch Überfischung bedroht und steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten)

Die Nordsee wird bis zu 20 mal im Jahr Quadratmeter für Quadratmeter mit großen Schleppnetzen abgegrast. Die Haie werden nicht mehr alt genug, um sich fortzupflanzen.

 

Aus den Jägern werden Gejagte! Mit fatalen Folgen für die Umwelt.

 

Allerdings kann durch die Dezimierung bestimmter Fischarten die gesamte Nahrungskette betroffen sein, so dass indirekt andere Tierarten bedroht sind.

 

Laut dem Zweijahres-Bericht ("The state of World Fisheries and Aquaculture 2006") der UN-Welternährungsorganisation (FAO) zum Fischfang, der im März 2007 veröffentlicht wurde, sind 52% der Meeresfisch-Bestände so intensiv befischt, dass eine Steigerung nicht mehr möglich ist. Von allen beobachteten Beständen befinde sich ein Viertel in bedenklichem Zustand.

 

Dieser Teil sei entweder übernutzt (17%), stark zurückgegangen (7%) oder erholen sich langsam (1%).

 

Betroffen sind vor allem Arten, die zwischen nationalen Hoheitsgewässern wandern oder außerhalb dieser Zonen gefischt werden.

 

Dazu zählen mehr als die Hälfte der wandernden Hai-Arten und zwei Drittel der wandernden Hochseebestände, wie Kabeljau, Heilbutt, Blauflossen-Thunfisch, Granatbarsch oder Riesenhai. Die Zahl der nur moderat ausgebeuteten Fischbestände ist seit den 1970er Jahren bis 2006 von 40 auf 23% gesunken.

 

Überfischte Meere sind der Studie zufolge vor allem der Südost-Atlantik, der Südost-Pazifik, der Nordost-Atlantik (und damit die Nordsee) sowie die Lebensräume der Hochsee-Thunfischarten im Atlantik und im Indischen Ozean. In diesen Gebieten beträgt der Anteil der überfischten Bestände bereits 46 bis 66%.

 

 

 

 

 

 

 

 

Selbst Schillerlocke in Dosen sollte man nicht kaufen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn das Brötchen nicht mehr schmeckt .....

 

http://www.morgenpost.de/web-wissen/article1258514/Hai-Broetchen-sollen-nicht-mehr-laenger-schmecken.html

 

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