SHARK Protect

___________________________________________________ Der Schutz von Haien und die Erhaltung unseres Lebensraums "MEER"

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Im Laufe der langen Evolution der Haie haben sich ihre Sinne perfekt an das Leben im Wasser angepasst.
 
So bietet das Medium “Wasser” die Möglichkeit Sinneseindrücke wahrzunehmen, die an Land nur eine sehr geringe bis gar keine Bedeutung haben. Zum Bespiel das Fühlen von Druckwellen, die durch Bewegungen erzeugt werden oder das Spüren von unterschiedlichen elektrischen Spannungen.

Diese Darstellung zeigt in welchen Entfernungen die einzelnen Sinne dem Hai zur Verfügung stehen. Je nach Haiart können diese Entfernungen aber stark variieren, da die Sinne verschieden stark ausgeprägt sind.





An die anderen Sinne, wie Sehen, Riechen und Hören werden auch andere Anforderungen gestellt, da Wasser 800x dichter ist als Luft, somit breitet sich zum Beispiel Schall unter Wasser 4x schneller aus.
 
Sinneswahrnehmung von Haien
Menschen riechen, sehen, hören - mal mehr oder weniger gut. Haie haben uns nicht nur 400 Millionen Jahre in der Evolutionsgeschichte voraus. Sie hatten auch genauso lange mehr Zeit, ihre Sinne zu entwickeln und zu perfektionieren. Und: Haie haben besitzen einige "Wundersinne", durch die sie perfekt an das Leben unter Wasser angepasst sind.

Seit über 400 Millionen Jahren bevölkern Haie die Ozeane. Die Evolution hat die Tiere perfekt an ihren Lebensraum angepasst. Mit ihrer präzisen Wahrnehmung aus verschiedenen Sinnen sind sie allen anderen Wasserlebewesen überlegen.
Hören
Haie besitzen ein fantastisches Gehör. Sie können punktgenau die Richtung eines Geräusches unter Wasser bestimmen. Menschen scheitern hier: Durch die schnellere Schallleitung unter Wasser können wir Geräusche nicht präzise lokalisieren.
Riechen
Die Mär vom blutrünstigen Hai ... Fakt ist: Haie können Duftstoffe noch in einer Konzentration von 1:10 Milliarden exakt erfassen - und solchen Lockstoffen sogar gegen die Strömung folgen
 
Sehen
Haie sehen sehr gut, ähnlich wie der Mensch. Aber sie nehmen mehr Kontraste wahr und sehen im ultravioletten Farbbereich. Lichtverstärker erlauben Haien auch in der Dämmerung gute Sicht.
Mechasenorische Sinne
Dazu zählen die so genannten Pit- oder Grubenorgane. Mit diesen können Haie gezielt Druckwellen bestimmter Bereiche messen.
 
Seitenlinienorgan
Mit diesem misst der Hai Druck auf Nahdistanz, etwa zwei Körperlängen. Mit der Schwanzflosse schlägt er Wasser gegen das Objekt. Das Seitenlinienorgan ist die Ursache für das berühmte "Kreisen" eines Hais um ein potenzielles Opfer.
Lorenzinische Ampullen
Sie sind die "Wunderwaffe" des Hais. Platziert am Kopf, kann der Hai mit den Lorenzinischen Ampullen bioelektrische Felder messen: im Sand versteckte Beutetiere, das Magnetfeld der Erde, kleinste Temperaturunterschiede
 
Der Körper
Ist ein Hai dann immer noch neugierig wird er versuchen, ein Objekt zu "tasten" oder anzustossen. Dabei kann der gesamte Körper zum Einsatz kommen.
Der Gaumenbiss
Erst die letzte Stufe bei der Untersuchung eines unbekannten Objekts ist der "Testbiss". Mittels Geschmacksknospen im Gaumen versucht der Hai, mehr über seine potenzielle Beute zu erfahren. Beim Gaumenbiss testet der Hai nur, er beißt nie gezielt zu!
 
Haie besitzen ausser den oben erwähnten Sinnesorganen noch weitere, die bisher nur schlecht erforscht sind und deren genaue Funktion nur vermutet werden kann.

Die meisten Kleinhaie und riffbewohnenden Haie fressen große Wirbellose wie Krabben, Garnelen, Würmer, Tintenfische und kleine Knochenfische.

Menschenhaie fressen große Knochenfische, Tintenfische und Kraken.
 
Tigerhaie fressen große Fische, Schildkröten und Seevögel. Robben, Seelöwen und Delphine fallen ausgewachsenen Weißhaien und anderen großen Arten zum Opfer.
 
Der Walhai und der Riesenhai sind sog. Filtrierer und ernähren sich vom Plankton.
Die Zähne der Haie sind der Nahrung angepasst.
 
                                        
 
Stierkopfhaie haben vorne am Kiefer kleine scharfe Zähne zum Packen und breite Pflasterzähne hinten zum zertrümmern von harten Schalen.

Menschenhaie haben dreieckige Zähne um Stücke aus dem Beutetier herauszuschneiden.
Der Makohai und Sandtiger haben lange, dünne nagelartige Zähne, mit denen sie Fische besonders gut packen können.